SAN FRANCISCO, 20. Januar 2026, 14:33 PST
- Am 19. Januar hat Google seine Release Notes für Systemdienste aktualisiert und dabei Updates für Play-Dienste und den Play Store hervorgehoben, die unabhängig von vollständigen Android-Versions-Upgrades erscheinen.
- Leaks deuten darauf hin, dass Android 17 eine neu gestaltete Benachrichtigungsleiste mit geteilten Panels und separaten Schaltern für WLAN und mobile Daten bringen wird, obwohl Google keine dieser Funktionen offiziell bestätigt hat.
- Analysten merken an, dass Unternehmen zunehmend auf Automatisierung beim Gerätemanagement setzen, was den Druck auf den Android-Update-Zeitplan und UI-Änderungen erhöht.
Google hat diese Woche eine neue Runde von Release Notes für „Google Systemdienste“ veröffentlicht – jene Hintergrund-Updates, die Android am Laufen halten – während die Gerüchte um das kommende Android 17 zunehmen. Laut Google konzentrieren sich diese Updates darauf, die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Android-Geräten zu verbessern und gleichzeitig neue Funktionen über Komponenten wie Google Play-Dienste, den Play Store und WebView bereitzustellen. (Google Hilfe)
Die neuesten Hinweise heben einen wichtigen Punkt für Entwickler und Gerätehersteller hervor: Android bringt mehr Änderungen über aktualisierbare Systemkomponenten statt eines großen jährlichen Software-Releases. Wie 9to5Google anmerkt, bedeutet das Auftauchen einer Funktion im Changelog „nicht, dass sie weit verbreitet ist“, da Rollouts Monate dauern und je nach Gerät unterschiedlich sein können. (9to5Google)
Gleichzeitig ändert Google seinen Ansatz bei der Veröffentlichung des Android-Basiscodes. Laut der Android Open Source Project (AOSP)-Seite wird das Unternehmen den Quellcode nun nur noch zweimal jährlich, im 2. und 4. Quartal, öffentlich machen. Diese Änderung entspricht dem „trunk stable“-Modell, das darauf ausgelegt ist, eine nutzbare Haupt-Code-Linie zu erhalten, während neue Änderungen hinter Feature-Flags bleiben. (Android Open Source Project)
Details dazu, was Android 17 bieten wird, sind noch unklar, aber Leaks geben erste Hinweise. Ein von 9to5Google aufgegriffenes Video und Screenshots zeigen eine neue Einstellung, mit der Nutzer Benachrichtigungen und Schnelleinstellungen in getrennte Pull-Down-Panels aufteilen können. Auffällig ist, dass diese geteilte Ansicht auf größeren Displays wie Foldables verpflichtend zu sein scheint. (9to5Google)
Der Leak deutet außerdem darauf hin, dass Google den kombinierten „Internet“-Schalter abschafft und wieder separate Ein-Klick-Steuerungen für WLAN und mobile Daten einführt. Android Central merkt an, dass das geteilte Design iPhone-Nutzern und einigen Android-Oberflächen bekannt vorkommen wird. Sie fügen hinzu, dass diese Änderung auf normalen Handys wahrscheinlich optional, auf Tablets und Foldables aber verpflichtend sein wird. (Android Central)
Bei genauerem Hinsehen kennzeichnen Googles technische Dokumente Android 17 als Plattform-Release für 2026. Sie zeigen auch einen neuen Android-Kernel-Branch, android17-6.18, der neben älteren, weiterhin unterstützten Kernels existiert. Diese Kernel-Informationen sind nicht für Verbraucher gedacht, aber genau solche Details beobachten Gerätehersteller von Anfang an genau. (Android Open Source Project)
Das Timing ist entscheidend für IT-Teams in Unternehmen, die große Telefonflotten verwalten. „Der Markt für Endpoint-Management befindet sich in einem rasanten Wandel“, bemerkte Gartner-Analyst Tom Cipolla in einem Computerworld-Bericht über Trends in der Unternehmensmobilität. Anbieter integrieren zunehmend Automatisierung und KI-gesteuerte Tools, um das Gerätemanagement zu skalieren. Dennoch warnte Jeremy Roberts von Info-Tech, man solle „Menschen im Prozess behalten“, bevor man der automatischen Fehlerbehebung voll vertraut.
Allerdings könnten sich die wichtigsten Funktionen von Android 17 noch ändern. In geleakten Versionen werden häufig Experimente gezeigt, die es nicht in die endgültige Version schaffen. Außerdem kann Google Funktionen in Play-Dienste oder andere Systembestandteile verschieben, die dann je nach Region, Hersteller oder Mobilfunkanbieter unterschiedlich ausgerollt werden – und manchmal auf Geräten ohne Google-Dienste gar nicht erscheinen.
Derzeit kommen die deutlichsten Hinweise aus den üblichen Quellen: Änderungsprotokolle von Systemdiensten, Updates der AOSP-Dokumentation und kommende Entwickler-Builds. Sollte Google das Split-Panel-Design beibehalten, wäre das eine der auffälligsten Änderungen an der Standard-Android-Oberfläche seit Jahren – ein klarer Schritt, um Android-Geräte mit großem Bildschirm weniger beengt wirken zu lassen.