SAN FRANCISCO, 27. Januar 2026, 00:50 (PST)
- Durchgesickerte Screenshots von Android 17 zeigen einen breiteren Unschärfeeffekt, der sich über wichtige Menüs wie die Lautstärkeregelung und das Power-Menü erstreckt.
- Dieser interne Build verfügt über einen überarbeiteten Bildschirmrekorder und fügt eine neue „App sperren“-Verknüpfung hinzu, die über langes Drücken zugänglich ist.
- Diese Veränderung spiegelt Apples jüngsten Fokus auf durchscheinende Interface-Schichten wider und löst neue Bedenken hinsichtlich der Lesbarkeit aus.
Durchgesickerte Screenshots aus einem internen Android-17-Build zeigen, dass Google mit einem breiteren Unschärfeeffekt bei wichtigen Systemsteuerungen experimentiert, sowie mit einem überarbeiteten Bildschirmaufnahme-Tool, berichtet 9to5Google. Die Bilder zeigen, dass der Lautstärkeregler und das Power-Menü von festen hellen oder dunklen Hintergründen zu durchscheinenden Panels wechseln, durch die die Farben des Hintergrundbilds hindurchscheinen. Der Build führt außerdem eine neue „App sperren“-Funktion ein und deutet an, dass Androids „Bubbles“ – diese schwebenden Chat-Head-ähnlichen Verknüpfungen – bald über reine Konversations-Apps hinausgehen könnten. (9to5Google)
Dieser Leak ist bedeutsam, da er Googles Richtung für das Android-Design nach dem Material-3-Expressive-Update zeigt, das Bewegung, Schichtung und Personalisierung betont. Kleine Änderungen an der Systemoberfläche – den Menüs, mit denen man ständig interagiert – können beeinflussen, wie Hersteller Android anpassen und wie Entwickler ihre App-Designs anpassen.
Apples durchscheinende „Liquid Glass“-Ästhetik dringt nun tiefer in seine Software ein. Wenn Google Android weiter in Richtung unscharfer Panels entwickelt, könnten Nutzer bald vor einer klaren Wahl stehen: stilvolle Optik oder gute Lesbarkeit.
Laut einem separaten Bericht von 9to5Google am Sonntag verwebt Google den Unschärfeeffekt noch stärker in Android 17 auf Pixel-Geräten. Interne Builds zeigen System-„Flags“, die diesen Look explizit als „blur“ bezeichnen. Die Seite merkt an, dass diese unscharfen Panels Farbtöne aus dem dynamischen Farbthema von Android übernehmen, das die Farben aus dem Hintergrundbild des Nutzers zieht. Im Vergleich zum großen Redesign des letzten Jahres wirkt dies wie eine subtilere visuelle Anpassung. Es ist noch unklar, ob Drittanbieter-Apps zu diesem durchscheinenden Stil gedrängt werden. (9to5Google)
Google nutzt Unschärfe, um Tiefe zu erzeugen und gleichzeitig den Kontext zu bewahren. „Wir verwischen sogar subtil den Hintergrund des Schattens, um ein Gefühl von Tiefe zu vermitteln, sodass die Bewegung leicht wirkt“, sagte Mindy Brooks, Googles VP für Android-Benutzererfahrungen, in einem Blogbeitrag über Material 3 Expressive. (Blog)
Unschärfe lässt Menüs weniger wie starre Überlagerungen wirken und mehr wie Ebenen, die über dem schweben, was man gerade tut. Aber es ist auch ein Bereich, in dem Fehler schnell offensichtlich werden: Text und Symbole müssen unabhängig vom Hintergrund lesbar bleiben.
Apple hat sich klar zu diesem Konzept bekannt und es in seinem Marketing stark betont. „Dies ist unser umfassendstes Software-Design-Update aller Zeiten“, sagte Alan Dye, Apples VP für Human Interface Design, bei der Vorstellung von Liquid Glass – einem neuen „Material“, das auf Durchsichtigkeit und auffällige visuelle Effekte setzt. (Apple)
Erste Eindrücke vom Unschärfeeffekt in Android 17 konzentrieren sich eher auf die Lesbarkeit als auf den Stil. Gizmodo verglich das geleakte Design mit Apples Liquid Glass, warnte jedoch, dass die erhöhte Transparenz das Lesen erschweren könnte, insbesondere wenn UI-Elemente über komplexen Hintergründen liegen. (Gizmodo)
PhoneArena wies darauf hin, dass Unschärfeeffekte seit dem Material 3 Expressive-Update in Bereichen der Android-Oberfläche auftauchen, etwa in den Schnelleinstellungen und im Benachrichtigungsschatten. Die Seite erwähnte außerdem, dass Android eine Bedienungshilfeneinstellung bietet, um den Hintergrundunschärfeeffekt für diejenigen zu deaktivieren, die ihn als störend empfinden. (PhoneArena)
Funktionen, die in internen Builds entdeckt werden, ändern sich häufig vor der Veröffentlichung, und Google hat Android 17 weder offiziell angekündigt noch die Details in diesen Screenshots bestätigt. Usability-Experten warnen, dass Transparenz manchmal nach hinten losgehen kann. Raluca Budiu von der Nielsen Norman Group beschrieb Liquid Glass als „leicht, luftig – und oft unsichtbar“, eine Kritik, die auf jedes design mit viel Unschärfe zutrifft, wenn der Kontrast abnimmt. (Nngroup)