Intel-Aktie fällt nachbörslich um 6 %, während Händler auf Arbeitsmarktdaten warten und neue KI-Initiative im Telekommunikationsbereich analysieren

Februar 11, 2026
Intel stock sinks 6% after hours as traders brace for jobs data and parse fresh telecom AI push

New York, 10. Februar 2026, 16:53 EST — Handel nach Börsenschluss

Die Aktien von Intel (INTC.O) fielen am Dienstag im nachbörslichen Handel um 6,2 % auf 47,13 $, und setzten damit den starken Rückgang aus den vorherigen Sitzungen fort. Die Aktie schwankte zwischen 46,78 $ und 50,50 $, wobei rund 99 Millionen Aktien den Besitzer wechselten.

Anleger blieben vorsichtig nach schwachen US-Einzelhandelsumsätzen und angesichts des für Mittwoch verschobenen Arbeitsmarktberichts für Januar. „Niemand will vor den Daten zu viel Risiko eingehen“, sagte Mark Luschini, Chef-Anlagestratege bei Janney Montgomery Scott. (Reuters)

Technologieaktien schwanken erneut angesichts neuer Untersuchungen zu umfangreichen KI-Investitionsplänen und wachsender Skepsis bezüglich der Dauer des Investitionsbooms. Die UBS stufte den US-Technologiesektor auf „neutral“ herab und verwies auf Unsicherheiten und Bedenken, dass die Ausgaben für KI-Infrastruktur ihren Höhepunkt erreicht haben könnten. (Investopedia)

Intel wollte auf dem Mobile World Congress in Barcelona die Nachfrage nach Netzwerk- und Edge-Lösungen hervorheben. Das Unternehmen plant, „KI-Inferenz“ zu demonstrieren – also den Einsatz trainierter Modelle zur Ergebnisgenerierung, nicht deren Training – innerhalb von Live-Mobilfunknetzen. (Newsroom)

Rakuten Mobile gab bekannt, dass es seine Partnerschaft mit Intel vertieft, um „KI-native“ virtualisierte Funkzugangsnetze (vRAN) voranzutreiben – softwarebasierte Systeme, die auf Standardservern statt auf spezieller Telekommunikationshardware laufen. „Wir freuen uns sehr, unsere Zusammenarbeit mit Intel auszubauen“, sagte Sharad Sriwastawa, Co-CEO und CTO von Rakuten Mobile. Intels Executive VP Kevork Kechichian ergänzte, dass sie gemeinsam zeigen werden, wie „KI-Vorteile im vRAN erzielt werden können“. (Rakuten Mobile)

Intel hinkte dem Rest des Chipsektors hinterher. Der iShares Semiconductor ETF sank um 0,4 %, Nvidia gab um 0,7 % nach und AMD fiel um 1,1 %, während das in den USA gelistete TSMC um 1,8 % zulegte.

Makrodaten bestimmten die Stimmung. Die US-Einzelhandelsumsätze stagnierten im Dezember, wobei die „Kern“-Umsätze – ein wichtiger Indikator für den Konsum im BIP – einen Rückgang verzeichneten. Das deutet darauf hin, dass die Dynamik zum Jahreswechsel 2026 nachlassen könnte. (Reuters)

Die Intel-Aktie bleibt volatil, nachdem die Prognose des Unternehmens im vergangenen Monat die Anleger verunsicherte. Das Unternehmen gab bekannt, dass es Schwierigkeiten hatte, die Nachfrage nach Serverchips für KI-Rechenzentren zu bedienen, und prognostizierte, dass Umsatz und Gewinn im ersten Quartal hinter den Erwartungen zurückbleiben werden. (Reuters)

CEO Lip-Bu Tan will die Erwartungen im KI-Wettlauf neu ausrichten. Intel plant, Grafikprozessoren speziell für Rechenzentren zu entwickeln, und hat dafür den Qualcomm-Manager Eric Demmers als Projektleiter gewonnen. (Reuters)

Die Situation ist nicht einseitig. Quellen berichteten Reuters, dass Intel und AMD ihre chinesischen Kunden vor langen Verzögerungen bei bestimmten CPUs gewarnt haben, wobei die Lieferzeiten von Intel bis zu sechs Monate betragen. (Reuters)

Der bevorstehende Arbeitsmarktbericht aus Washington ist der nächste große Einflussfaktor. Das Arbeitsministerium wird an diesem Mittwoch die verzögerten Beschäftigungszahlen für Januar veröffentlichen. Laut einer Reuters-Umfrage wird erwartet, dass die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 70.000 steigt, während die Arbeitslosenquote stabil bei 4,4 % bleibt. (Reuters)

Als Nächstes werden Händler darauf achten, ob Intels Netzwerk- und Edge-Strategie auf dem Mobile World Congress in Barcelona, der vom 2. bis 5. März stattfindet, Anklang findet. (MWC Barcelona)