New York, 12. Februar 2026, 14:18 EST — Reguläre Sitzung
- IBM-Aktien fielen im Nachmittagshandel um etwa 4,5 % und verschärften den Rückgang im Technologiesektor
- IBM stellte diese Woche eine neue FlashSystem-Speicherreihe vor, die sich auf das konzentriert, was das Unternehmen „agentische KI“ nennt
- Der US-CPI-Bericht am Freitag steht nun im Mittelpunkt für Händler, die nach dem nächsten Markttreiber suchen
Die Aktien der International Business Machines Corp fielen im Nachmittagshandel am Donnerstag um 4,5 % auf 260,66 $, ein Rückgang von 12,15 $ gegenüber dem vorherigen Schlusskurs. Die Aktie erreichte ein Tagestief von 257,21 $, bei einem Handelsvolumen von etwa 8,5 Millionen Aktien.
US-Technologie- und Softwareaktien fielen erneut, da Investoren die Unternehmen drängten, Ergebnisse aus ihren umfangreichen KI-Investitionen zu liefern. Jack Herr, leitender Investmentanalyst bei GuideStone Funds, bezeichnete 2026 als ein „Beweisjahr“ für KI. Der Nasdaq fiel um etwa 1,5 %, während der S&P 500 um etwa 1 % nachgab. (Reuters)
Auch Makrodaten hielten die Märkte nervös. Investoren richten ihren Blick nun auf den US-Verbraucherpreisindex-Bericht am Freitag, nachdem eine Reihe starker Arbeitsmarktberichte die Erwartungen darüber erschüttert haben, wann die Federal Reserve mit Zinssenkungen beginnen könnte. (Reuters)
IBM setzte diese Woche auf das KI-Thema mit einer überarbeiteten FlashSystem-Speicherreihe. Das Unternehmen behauptet, die neue Ausrüstung könne die manuelle Speicherverwaltung um bis zu 90 % reduzieren und Ransomware—Schadsoftware, die Daten gegen Lösegeld sperrt—in weniger als einer Minute erkennen. „FlashSystem wird zu einem strategischen KI-Partner“, sagte Sam Werner, General Manager von IBM Storage. IDC-Forschungs-Vizepräsidentin Natalya Yezhkova ergänzte, die Upgrades sollten die Automatisierung von Workloads und die Sicherheit verbessern. Das neue FlashSystem ist ab dem 6. März allgemein verfügbar. (IBM Newsroom)
IBM nennt diese neue Methode „agentische KI“—Software-Agenten, die unabhängig agieren, anstatt nur auf Anfragen zu reagieren. Das Unternehmen vermarktet sie als Werkzeug, um Probleme zu erkennen, die Leistung zu optimieren und Wiederherstellungsmaßnahmen zu steuern, während der menschliche Aufwand reduziert wird.
Das Timing brachte die Aktie am Donnerstag ins Straucheln. Die Wall Street verlagerte den Fokus schnell—vom Diskutieren, wer über KI spricht, hin zu der Forderung, wer Ergebnisse liefert—und der Wert des gesamten Sektors passte sich im Handumdrehen an.
Der Nachteil ist klar: Wenn Unternehmen nicht nachweisen können, dass KI-Investitionen die Gewinne steigern, oder wenn die Inflation die Fed zu einer straffen Politik zwingt, könnten die Bewertungen im Technologiesektor erneut sinken—selbst für etablierte Unternehmen mit langfristigen Unternehmenskunden.
IBM gilt normalerweise als stabilerer Akteur im Technologiesektor und verlässt sich stark auf große Unternehmenskunden und Infrastrukturdienstleistungen. Doch Tage wie heute erschüttern diese Wahrnehmung, da Verkäufer den gesamten Sektor zusammenfassen, wenn KI-Aktien zu fallen beginnen.
Investoren werden genau beobachten, ob IBMs Produkteinführung tatsächlich zu Kundengeschäften führt, wenn die FlashSystem-Modelle Anfang März auf den Markt kommen, oder ob Käufer weiterhin mit Käufen warten, bis sich das gesamtwirtschaftliche Bild verbessert.
Der US-CPI-Bericht am Freitag, der vor Börsenöffnung veröffentlicht wird, ist der nächste große Auslöser. Er könnte die Erwartungen für Zinssenkungen verschieben und IBM zusammen mit dem breiteren Technologiesektor in der kommenden Woche beeinflussen.