RBC und BMO stehen laut Bericht kurz vor Verkauf von Moneris für 2 Milliarden Dollar an Verifone-Eigentümer

Mai 5, 2026
RBC and BMO Near $2 Billion Moneris Sale to Verifone Owner, Report Says

Toronto, 4. Mai 2026, 18:01 EDT

Die Royal Bank of Canada und die Bank of Montreal verhandeln laut Financial Times, die sich auf mit den Gesprächen vertraute Personen beruft, über den Verkauf von Moneris an Francisco Partners, dem Eigentümer von Verifone, in einer Transaktion, die den Wert des kanadischen Zahlungsunternehmens auf über 2 Milliarden US-Dollar bringen könnte. Die seit Monaten laufenden Verhandlungen scheinen für Moneris, einen der größten Zahlungsabwickler für Händler des Landes, in eine entscheidende Phase zu treten.

Das Timing ist hier entscheidend: Moneris agiert an vorderster Front des kanadischen Zahlungsverkehrs. Das Unternehmen behauptet, ein Drittel aller Transaktionen landesweit abzuwickeln und bietet Unternehmen alles von Kassentechnologie über E-Commerce-Lösungen bis hin zu mobilen Zahlungstools.

Kommt der Verkauf zustande, würden sich zwei der größten Banken Kanadas noch weiter aus dem Händlerakquisitionsgeschäft zurückziehen – also dem Geschäft, Händler zu gewinnen und deren Kartenzahlungen abzuwickeln. Banken stehen unter wachsendem Druck, ihre Investitionen in Zahlungstechnologie aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig streben spezialisierte Zahlungsabwickler und Private-Equity-Firmen nach Größe und stetigen Gebühreneinnahmen.

Die Gespräche ziehen sich hin, aber laut Finextra, das sich auf die FT bezieht, könnte ein Abschluss bis zum Sommer erfolgen. Francisco Partners besitzt laut demselben Bericht Verifone und ist an Paysafe beteiligt – zwei Zahlungsunternehmen, die im Falle der Transaktion gut zu Moneris passen würden.

Moneris, das im Jahr 2000 als Gemeinschaftsunternehmen von RBC und BMO gegründet wurde, zählte laut Reuters im vergangenen August rund 325.000 Händlerstandorte und erzielte einen Jahresumsatz von fast 700 Millionen US-Dollar. Diese Zahlen bringen den Unternehmenswert auf etwa 2 Milliarden US-Dollar.

Francisco Partners investierte im April 2025 235 Millionen US-Dollar in Verifone. „Wir sind stolz darauf, Verifone weiterhin zu unterstützen, während das Unternehmen seine marktführenden Zahlungslösungen weiterentwickelt und eine solide finanzielle Basis beibehält“, sagte Partner Peter Christodoulo bei Bekanntgabe des Deals. Verifone

Ein weiterer Aspekt für den Käufer ist die Präsenz im Zahlungsverkehr. Laut Francisco Partners bietet Paysafe eine breite Palette globaler Zahlungslösungen an – darunter Zahlungsabwicklung, digitale Geldbörsen und Online-Cash-Produkte.

Der kanadische Markt spürt den Druck bereits. Im Juli 2025 gab Fiserv eine mehrjährige Vereinbarung mit der TD Bank Group bekannt: TD Merchant Solutions wird die Technologie von Fiserv nutzen, wie etwa Clover, während Fiserv einen Teil des kanadischen Händlerabwicklungsgeschäfts von TD übernimmt. Dieser Teil des Portfolios umfasst etwa 3.400 Händlerbeziehungen und 30.000 Händlerstandorte.

Der Deal ist noch nicht abgeschlossen. Laut der FT lehnten Moneris, RBC und BMO eine Stellungnahme ab, während Francisco Partners nicht auf Anfragen reagierte. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass die Tür für neue Bieter weiterhin offen steht.

Wenn der Deal zustande kommt, wechselt Moneris vom bankeneigenen Joint-Venture-Modell in die Hände eines technologieorientierten Private-Equity-Unternehmens. Für RBC und BMO bedeutet das den Ausstieg aus einem Geschäft, das täglich Millionen von Kartenzahlungen abwickelt, aber von ihnen verlangt, weiterhin Geld in Software, Terminals, Betrugsbekämpfungssysteme und Kundenservice zu investieren.

Stock Market Today

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    May 5, 2026, 4:48 PM EDT. Melbourne-based designer Klaudia Burzynska has stopped trying to remove her designs from Shein's fast-fashion platform after repeatedly discovering copies and unauthorized use of her images. Shein offers a portal to report intellectual property (IP) infringements, but the process is time-consuming and impractical for sole traders. Burzynska fears the duplication damages her brand's reputation and confuses customers. Swimwear designer Emily Gradon also found near-identical copies of her prints on Shein. She calls for a government body to protect Australian designers and increased import taxes on foreign companies like Shein. The challenges highlight the difficulty small designers face in combating mass-produced, low-cost fashion copies from overseas retailers.