Intel-Aktie steigt: INTC profitiert von Chip-Rallye und blickt auf KI-Showcase bei MWC 2026

Februar 12, 2026
Intel stock price rises as INTC rides chip rally, eyes MWC 2026 AI showcase

New York, 11. Feb. 2026, 15:35 EST — Sitzung läuft.

Intel-Aktien stiegen im Nachmittagshandel am Mittwoch um 2 % auf 48,08 $, nachdem sie zuvor zwischen 46,87 $ und 49,52 $ schwankten. Rund 87 Millionen Aktien wurden gehandelt. Chip-Aktien legten größtenteils zu: Der iShares Semiconductor ETF stieg um 2,8 %, Nvidia gewann 1,5 %, während AMD um 0,2 % nachgab.

Dieser Anstieg hält Intel für Momentum-Trader im Blickfeld, die die Aktie als Indikator dafür sehen, ob das Unternehmen den KI-Hype in stetige Einnahmen statt nur Schlagzeilen umwandeln kann. Erwartungen bezüglich der Zinssätze bestimmen weiterhin die Aussichten des Sektors.

Intel präsentiert Investoren eine zweigleisige Strategie: Steigerung der Verkäufe von Data-Center- und Netzwerk-Lösungen im Zusammenhang mit KI-Systemen sowie eine langfristige Wette auf die Auftragsfertigung von Chips über Intel Foundry, die Fertigungssparte des Unternehmens. Schon kleine Stimmungsänderungen können den Aktienkurs schnell beeinflussen.

Intel gab am Dienstag bekannt, dass das Unternehmen plant, auf dem Mobile World Congress in Barcelona „KI-Inferenz“ im Live-Betrieb auf Mobilfunknetzen zu demonstrieren – KI-Inferenz ist der Prozess, trainierte Modelle für Echtzeitentscheidungen einzusetzen. Der Fokus liegt auf Fortschritten sowohl im Radio Access Network (RAN) als auch im Kernnetz, wobei Upgrades beworben werden, die teure „Rip-and-Replace“-Überholungen vermeiden. (Newsroom)

Die Präsentation weicht vom KI-Fokus auf das Training riesiger Modelle ab und konzentriert sich stattdessen auf die Netzwerkinfrastruktur, die alles verbindet. Es fehlt zwar an Glamour, zielt aber auf Bereiche, in denen Betreiber den Stromverbrauch senken, Prozesse automatisieren und die Latenz minimieren wollen.

Chip-Aktien legten zu, nachdem ein verzögerter US-Arbeitsmarktbericht zeigte, dass die Beschäftigung im Januar um 130.000 Stellen zunahm und damit die Erwartungen übertraf. Überarbeitungen auf Basis detaillierterer Lohndaten reduzierten jedoch die Zahlen des Vorjahres. „Mit dem Leitzins nahe am neutralen Bereich, den Signalen im Januar, die auf Geduld hindeuten, und einer stabilen Wirtschaft erscheint eine längere Pause weiterhin wahrscheinlich“, schrieb Nationwide-Ökonom Oren Klachkin in einer Notiz. (Reuters)

Intels kurzfristige Aussichten erscheinen kompliziert. Am 22. Januar prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz im ersten Quartal zwischen 11,7 und 12,7 Milliarden Dollar und räumte ein, die Nachfrage nach Server-CPUs in Kombination mit KI-Beschleunigern unterschätzt zu haben. „Kurzfristig bin ich enttäuscht, dass wir die Nachfrage in unseren Märkten nicht vollständig bedienen können“, sagte CEO Lip-Bu Tan zu Analysten. (Reuters)

Tan gab bekannt, dass Intel sich darauf vorbereitet, Grafikprozessoren speziell für Rechenzentren zu produzieren und damit Nvidias langjährige Dominanz herauszufordern. „Ich habe gerade den Chef-GPU-Architekten eingestellt, und er ist sehr gut. Ich freue mich sehr, dass er zu mir gekommen ist“, sagte Tan Anfang des Monats. (Reuters)

Intel bleibt auch durch externe Investitionen im Bereich KI-Hardware engagiert. Reuters berichtete letzte Woche, dass Intel plant, rund 100 Millionen US-Dollar in das KI-Chip-Startup SambaNova Systems zu investieren. Dies ist Teil einer größeren Finanzierungsrunde von über 350 Millionen US-Dollar, angeführt von Vista Equity Partners. Allerdings warnen Quellen, dass sich die endgültigen Vertragsbedingungen noch ändern könnten. (Reuters)

Intels Turnaround hängt von der Umsetzung ab – ein Schwachpunkt in der Vergangenheit. Selbst bei starker Nachfrage könnten Fertigungsausbeuten und Probleme in der Lieferkette die Margen belasten. Und wenn die Investitionen in KI abkühlen, wird der Spielraum für Fehler noch kleiner.

Der Wettbewerb zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. AMD entwickelt seine Server-CPUs stetig weiter, während Nvidias Software-Ökosystem einen großen Teil der Investitionen in KI-Infrastruktur antreibt. Intel hingegen kämpft weiterhin um „Attach“-Verkäufe und Foundry-Kunden.

Der Mobile World Congress in Barcelona, der vom 2. bis 5. März stattfindet, ist das nächste große Ereignis am Horizont. Intel plant, dort seine Netzwerk-KI-Initiativen direkt Telekommunikationskäufern und -partnern zu präsentieren. (Mwcbarcelona)