London, 16. März 2026, 15:36 GMT
- Die Rolls-Royce-Aktie bewegte sich am Montag in der verzögerten Londoner Sitzung nahe 1.230 Pence und stieg um etwa 1,2 %. Das folgt auf den Rückgang um 5,3 % am Freitag. 1
- Das Unternehmen gab am 13. März einen Rückkauf von 1,82 Millionen Aktien bekannt und erhöhte damit die Gesamtzahl der Rückkäufe seit Beginn des aktuellen 2,3-Milliarden-Pfund-Programms auf 12,52 Millionen. 2
- Die Aktie hat sich erholt, notiert aber weiterhin deutlich unter ihrem Jahreshoch von 1.420 Pence. Anleger wägen die positiven Aspekte – Rückkäufe und verbesserte Aussichten – gegen anhaltende Sorgen über Lieferkettenprobleme und Ölpreise ab. 1
Die Aktie von Rolls-Royce Holdings stieg am Montag in London um etwa 1,2 % und wurde nahe 1.230 Pence gehandelt. Der bescheidene Gewinn machte nur einen Bruchteil des Rückgangs von 5,3 % am Freitag wett. Die jüngste Rückkaufmeldung, die vor Börsenbeginn veröffentlicht wurde, erfolgte vor der Kursbewegung. 1
Rolls-Royce steht im Fokus, da Anleger beobachten, ob hohe Kapitalrückflüsse die Aktie stützen können, wenn sich die allgemeinen Bedingungen ändern. Bereits am 26. Februar kündigte das Unternehmen einen riesigen Rückkauf im Wert von 7 bis 9 Milliarden Pfund an, davon sind 2,5 Milliarden Pfund für 2026 vorgesehen. Dennoch bleibt die Aktie weit unter ihrem Jahreshoch von 1.420 Pence. 3
Die Stimmung änderte sich schnell. Am Montag bewegte sich der Londoner FTSE 100 kaum – Energiewerte stiegen, aber Reiseaktien fielen um fast 2 %, da Sorgen über Unruhen im Nahen Osten auf Ölpreise und Zinsen drückten. Rolls-Royce ist in beiden Bereichen aktiv, mit Engagement in ziviler Luftfahrt, Verteidigung und Energiesystemen. 4
Rolls-Royce gab vor der Sitzung bekannt, dass am 13. März 1.822.125 Aktien gekauft wurden, als Teil des 2,3-Milliarden-Pfund-Rückkaufs, der zusammen mit den Jahresergebnissen angekündigt wurde. Das Unternehmen plant, diese Aktien einzuziehen und so die Gesamtzahl zu verringern. Bisher wurden im Rahmen des Programms 12.524.748 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 1.285,99 Pence pro Stück erworben. 2
Als Rolls-Royce am 26. Februar Ergebnisse veröffentlichte, lag der operative Kerngewinn bei 3,5 Milliarden Pfund und der freie Cashflow – nach Investitionen – bei 3,3 Milliarden Pfund. Das Unternehmen prognostiziert für 2026 einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund und plant einen Rückkauf, der bis 2028 läuft. 3
CEO Tufan Erginbilgic formulierte es so: „Unsere Transformation geht mit Tempo und Intensität weiter.“ Richard Hunter von Interactive Investor bezeichnete die Ergebnisse als „glänzend“, wies jedoch darauf hin, dass die Gruppe weiterhin ehrgeizig sei und „unerfüllte Ambitionen habe, das Momentum aufrechtzuerhalten.“ 3
Laut Reuters könnten die neuen Ziele den Abstand zwischen Rolls-Royce und GE Aerospace im Bereich der Großraumflugzeugtriebwerke verringern. Für 2025 verwies Rolls-Royce auf höhere Flugstunden der Flugzeugtriebwerke, den wachsenden Energiebedarf von Rechenzentren und eine Belebung der Verteidigungsaufträge als Schlüsselfaktoren für den Ausblick. 5
Der kurzfristige Ausblick bleibt unübersichtlich. Rolls-Royce wies darauf hin, dass die Prognose für den Cashflow 2026 einen negativen Einfluss von 150 bis 200 Millionen Pfund durch anhaltende Probleme in der Lieferkette berücksichtigt, da Teile weiterhin knapp sind. Der Kursrückgang am Freitag machte deutlich: Unternehmenserfolge können schnell in den Hintergrund treten, wenn steigende Ölpreise und Inflationssorgen die Anleger verunsichern. 3
Pascal Koeppel, Chief Investment Officer bei Vontobel SFA Investment Management, bezeichnete den Marktschock am Freitag als „kurzfristiger Natur“, fügte jedoch hinzu: „Die Angst ist derzeit größer.“ Das hat dazu geführt, dass Rolls-Royce eine starke Turnaround-Geschichte verfolgt, sich aber mit einem deutlich weniger günstigen Marktumfeld als noch vor wenigen Wochen auseinandersetzen muss. 6