New York, 12. Feb. 2026, 11:16 Uhr EST — Reguläre Sitzung
- Salesforce-Aktien fielen im Morgenhandel um 1,6 % und nähern sich einem neuen 52-Wochen-Tief
- Das Unternehmen hat zugestimmt, Cimulate, ein Unternehmen für KI-Produktentdeckung, zu übernehmen; die Bedingungen des Deals wurden nicht bekannt gegeben
- Alle Augen richten sich nun auf die Quartalszahlen am 25. Februar, um Hinweise auf die Nachfrage und den Fortschritt der KI-Einführung zu erhalten
Salesforce-Aktien fielen am Donnerstagmorgen um 1,6 % auf 182,12 $. Die Aktie ist im vergangenen Monat um fast 30 % eingebrochen und notiert knapp über ihrem 52-Wochen-Tief, während das Handelsvolumen zunahm. (Investing.com Daten)
Der jüngste Rückgang folgt auf die Ankündigung von Salesforce, eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von Cimulate, einem KI-gesteuerten Unternehmen für Produktentdeckung im Einzelhandel, unterzeichnet zu haben. Finanzielle Details bleiben unter Verschluss, der Abschluss des Deals ist für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 geplant. (Salesforce Pressemitteilung)
Salesforce bezeichnete den Deal als Schritt zur Erweiterung des „agentischen“ Handels – KI, die autonom handelt, anstatt nur auf Anfragen zu reagieren. „Die Zukunft des Handels ist agentisch“, sagte Nitin Mangtani, Senior Vice President und General Manager bei Salesforce. John Andrews, CEO von Cimulate, ergänzte, dass die Partnerschaft es ihnen ermögliche, „unsere Technologie“ mit großen Einzelhändlern zu skalieren. (Salesforce Pressemitteilung)
Das Timing ist entscheidend, da Salesforce auf die Berichtssaison zusteuert, in der Investoren oft empfindlich auf Prognoseverfehlungen reagieren. Das Unternehmen plant, seine Ergebnisse für das vierte Quartal und das gesamte Geschäftsjahr 2026 nach Börsenschluss am 25. Februar zu veröffentlichen. (Salesforce Investor Relations)
Reuters berichtete am Dienstag, dass Salesforce weniger als 1.000 Stellen streicht und bezog sich dabei auf einen Artikel von Business Insider und Online-Gerüchte. Salesforce hat auf die Behauptungen noch nicht reagiert. (Reuters)
Einige Branchenbeobachter sehen die Übernahme von Cimulate eher als taktischen Schritt denn als gewagtes Manöver. „Salesforce übernimmt Cimulate, weil Agentforce Commerce eine Einzelhandels-taugliche Intent-Intelligence-Engine benötigte“, erklärte Sanchit Vir Gogia, Chefanalyst bei Greyhound Research. (CIO)
„Intent“-Sprache ist zu einem zentralen Streitpunkt in der Einzelhandelstechnologie geworden. Anstatt nur Schlüsselwörter abzugleichen, versuchen Plattformen nun, anhand von Verhalten und Kontext zu entschlüsseln, was Käufer wirklich wollen. Salesforce setzt auf diesen Ansatz, insbesondere da immer mehr Handel über Konversationsschnittstellen abgewickelt wird.
Die Aktie hat sich in letzter Zeit als Stellvertreter für breitere Bedenken hinsichtlich Unternehmenssoftware erwiesen. Ein starker Ausverkauf, der kürzlich US-Softwareunternehmen getroffen hat, rührt von der Sorge her, dass sich schnell entwickelnde KI-Technologien die Preise senken und serviceorientierte Geschäftsmodelle durcheinanderbringen könnten. (Reuters)Es besteht auch das einfache Risiko, dass eine kleine Übernahme sich nicht auf die kommenden Quartale auswirkt. Sollte die Prognose von Salesforce am 25. Februar auf eine schwächere Cloud-Nachfrage, steigende KI-Kosten oder ungleichmäßige Geschäftsaktivitäten hindeuten, könnten Händler weiterhin Druck auf die Aktie ausüben.
Investoren richten ihren Fokus nun auf den 25. Februar und suchen nach Hinweisen darauf, ob KI-Produkte neue Ausgaben antreiben oder lediglich bestehende Budgets verschieben – und ob das Management nach einer turbulenten Phase für die Aktie die Erwartungen stabilisieren kann. (Salesforce investor events)