Aktie von Algorhythm Holdings (RIME) schwankt nachbörslich, da SemiCab KI-Frachtansprüche einen weiteren Anstieg auslösen

Februar 14, 2026
Algorhythm Holdings (RIME) stock whipsaws after-hours as SemiCab AI freight claims drive another surge

New York, 13. Februar 2026, 18:36 EST — Nachbörslich

  • Algorhythm Holdings stieg im nachbörslichen Handel um 2,42 $ auf 3,48 $ und legte damit nach einer turbulenten Sitzung um etwa 228 % zu.
  • Das Unternehmen verweist auf neue SemiCab-Ergebnisse und behauptet, dass das Frachtvolumen um 300 %–400 % gestiegen sei – und das alles, ohne mehr Personal einzustellen.
  • Die Veröffentlichung löste einen „KI-Schockhandel“ aus, der diese Woche die Aktien von Frachtmaklern und Transportunternehmen nach unten schickte.

Algorhythm Holdings (RIME.O) sprang im nachbörslichen Handel am Freitag um 2,42 $ bzw. etwa 228 % auf 3,48 $. Die Aktie schwankte während des Tages zwischen 1,13 $ und 6,21 $, wobei das Volumen etwa 161,5 Millionen Aktien erreichte.

Der Anstieg hat das kleine, an der Nasdaq gelistete Unternehmen ins Rampenlicht des „KI-Schockhandels“ gerückt – einer Welle, bei der Investoren Aktien mit Automatisierungsrisiko abstoßen, darunter Software, Versicherungen und Immobilien. Am Donnerstag traf es vor allem die Transport- und Logistikbranche: Der Dow Jones Transportation Average stürzte um 4,4 % ab, und Frachtunternehmen wie Landstar System und C.H. Robinson wurden nach Gerüchten über Algorhythms SemiCab getroffen. Jefferies-Analysten bezeichneten den Rückgang später als „losgelöst von den Fundamentaldaten“ und verwiesen auf „proprietäre Fracht-Daten und physische Netzwerke“ als starke Verteidigung. (Reuters)

Algorhythm – einst bekannt für Karaoke-Maschinen – erklärte diese Woche, dass SemiCab es Kunden ermöglicht habe, das Frachtvolumen um 300 % bis 400 % zu steigern, und das alles „ohne eine entsprechende Erhöhung des operativen Personals“. Jefferies-Händler Jeffrey Favuzza bezeichnete das Geschehen als „erst schießen, dann fragen“ bei jeder Aktie mit KI-Schlagzeile, was den jüngsten Anstieg bei generativen KI-Durchbrüchen widerspiegelt. (Reuters)

Makler haben eine einfache Sorge. Frachtmakler verbinden Versender und Frachtführer und greifen ein, wenn etwas nicht nach Plan läuft; aber da Software immer mehr dieser Aufgaben übernimmt, überdenken Investoren, wie viel diese Mittelsmänner pro Ladung verdienen sollten.

Algorhythm wirbt für ein neues Branchen-Whitepaper im Zusammenhang mit der SemiCab-Einführung und sagt, dass seine Nutzer über 2.000 Ladungen pro Jahr abwickeln – weit über dem Branchendurchschnitt von etwa 500 pro Makler. Das Unternehmen behauptet, dies markiere einen klaren Bruch mit dem alten „Human Bandwidth“-Engpass in der Logistik. „Jede Volumensteigerung erfordert mehr Planer, mehr Disponenten und mehr manuelle Eingriffe“, sagte CEO Gary Atkinson in der Mitteilung. (GlobeNewswire)

Einige an der Wall Street glauben nicht daran, dass ein kleiner Neuling die Branchengrößen über Nacht verdrängen kann. Christopher Kuhn von Benchmark hob die Disintermediation der Lkw-Makler als das eigentliche Problem hervor – „deshalb werden sie so stark getroffen“, sagte er. Brandon Oglenski von Barclays, von Bloomberg über SupplyChainBrain zitiert, bezeichnete den Ausverkauf als „unverhältnismäßig zum Risiko“. Bei Citigroup äußerte Ariel Rosa Zweifel daran, dass Algorhythm der Disruptor sei, den man im Auge behalten müsse, räumte jedoch ein, dass die allgemeine Bedrohung glaubwürdig sei. (Supply Chain Brain)

Dennoch gibt es für Algorhythm-Anteilseigner auch eine Kehrseite. Die Aktien schwanken auf Basis eines selbst veröffentlichten Whitepapers und reißerischer Schlagzeilen – geprüfte Finanzdaten liegen nicht vor – und die volatile Handelsspanne am Freitag hat deutlich gemacht, wie schnell sich die Dynamik bei einem Microcap mit vielen Privatanlegern und kurzfristigem Kapital drehen kann.

Da die US-Aktienmärkte am Montag, dem 16. Februar, wegen des Presidents Day geschlossen sind, haben Händler ein langes Wochenende, um über ihre Positionen nachzudenken. Die nächste Gelegenheit zur Preisfindung gibt es am Dienstag – dann wird klarer, ob die Begeisterung für KI und der Druck auf Frachtmakler anhält. (Nasdaq)

Der unmittelbare Knackpunkt für Algorhythm ist einfach: Investoren wollen Details. Im Fokus stehen alle neuen Informationen zu SemiCab-Einsätzen, Updates zur Kundenakzeptanz und Anzeichen dafür, dass das Management seine Produktivitätsversprechen untermauern kann, wenn die Aktie in die Dienstagssitzung geht.