Lloyds Banking Group plc tests quantum computing to catch money mules

Lloyds Banking Group plc testet Quantencomputing, um Geldkuriere zu fassen

April 8, 2026

LONDON, 7. April 2026, 13:07 BST

  • Lloyds und IBM haben laut Lloyds das erste bekannte Quantenexperiment zur Identifizierung von Geldwäscher-Netzwerken abgeschlossen.
  • Nach Angaben der Unternehmen lief der neunmonatige Versuch mit anonymisierten Transaktionsdaten über ein IBM-System mit 156 Qubits und identifizierte erfolgreich ein in den Daten verstecktes Geldwäscher-Netzwerk.
  • Britische Aufsichtsbehörden erhöhen weiterhin den Druck auf Banken in Bezug auf Systeme zur Erkennung von Geldwäschern und strengere Maßnahmen gegen Betrug. Diese Entwicklung kommt, während diese Prioritäten weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Die Lloyds Banking Group plc gab am Dienstag bekannt, dass sie den ersten bekannten Versuch mit Quantencomputing zur Erkennung von Geldwäscher-Netzwerken abgeschlossen hat – Teil der Bemühungen der Bank, ihre Betrugsabwehr zu verstärken. Die Bank arbeitete neun Monate lang mit IBM zusammen und speiste anonymisierte Transaktionsdaten in eine 156-Qubit-Maschine ein. Das Ergebnis: Das System identifizierte erfolgreich ein absichtlich verstecktes Geldwäscher-Netzwerk in den Daten.

Das Timing ist hier entscheidend. Geldwäscher – Personen, die von Kriminellen eingesetzt werden, um gestohlene Gelder weiterzuleiten – machen Betrugsmaschen oft erst möglich. Die britische Finanzaufsicht Financial Conduct Authority bleibt hartnäckig; sie hält Systeme zur Erkennung von Geldwäschern und umfassendere Betrugsschutzmaßnahmen für Banken und Zahlungsdienstleister ganz oben auf der Agenda.

Lloyds stellte ein Team von „Quantum Ambassadors“ aus den eigenen Reihen zusammen und verband sie mit Experten für Wirtschaftskriminalität und IBM-Forschern. Die Gruppe testete mehrere Quantenalgorithmen auf einem Transaktionsgraphen – einer Art Zahlungslandkarte –, um zu prüfen, ob Muster, die mit bekannter Geldwäscher-Aktivität verbunden sind, sich von der großen Menge legitimer Transaktionen abheben. UKTN

Chief Operating Officer Ron van Kemenade wies darauf hin: „Finanzkriminalität wird immer komplexer und stärker vernetzt.“ Er sagte, das Projekt habe es geschafft, Forschung in praktische Erkenntnisse umzusetzen und gleichzeitig der Bank geholfen, Quantenkompetenzen intern aufzubauen. UKTN

Scott Crowder, IBMs Vizepräsident für Quantum Adoption und Business Development, bezeichnete die Partnerschaft als Zeichen dafür, dass Banken „bedeutende Quantenforschung betreiben können“, auch wenn die Technologie für den täglichen Einsatz noch nicht bereit ist. FF News | Fintech Finance

Dieses öffentliche Ergebnis fasst ein Projekt zusammen, das Lloyds letzten Oktober ins Rampenlicht rückte, nachdem eine Partnerschaft mit IBM bekannt gegeben wurde, um zu prüfen, ob Quantentechnologie verdächtige Muster effizienter erkennen kann als herkömmliche Systeme. Damals erklärte Lloyds, dass Quantenmaschinen auf Qubits statt auf Standard-Bits basieren – was es ihnen ermöglicht, unzählige mögliche Zustände gleichzeitig zu verarbeiten. Das ist besonders nützlich für komplexe Aufgaben mit vielen Variablen, wie das Abbilden von Transaktionsnetzwerken.

Lloyds ist hier nicht der einzige Akteur. Im vergangenen September berichtete HSBC, dass sein von IBM unterstütztes Quantum-Computing-Pilotprojekt die Prognosen für die Ausführung von Anleihegeschäften um bis zu 34 % verbessert habe – ein Hinweis darauf, dass große Kreditgeber aktiv nach gezielten, praktischen Anwendungen suchen, auch wenn die Technologie noch weit von der breiten Produktion entfernt ist.

Die kurzfristigen Vorteile sind noch unklar. Bereits im Oktober wies Lloyds darauf hin, dass heutige Quantenmaschinen klassischen Computern im Allgemeinen noch nicht überlegen sind und es weitere fünf bis zehn Jahre dauern könnte, bis die Technologie den Mainstream erreicht. Daher wird ein Großteil des Projekts vorerst wahrscheinlich im Forschungsbereich bleiben – auch wenn die Bank mit einer stärkeren Kontrolle ihrer Technologie konfrontiert ist, nachdem im März durch eine Panne die persönlichen Daten von bis zu 447.936 Kunden offengelegt wurden, wie Reuters letzten Monat berichtete.

Lloyds und IBM sind noch nicht am Ende – sie prüfen weiterhin neue Möglichkeiten, während die Technologie reift. Weniger klar ist, ob Lloyds den Sprung vom kontrollierten Labortest zu etwas Robustem und Skalierbarem schafft, das für die Betrugserkennung in der realen Welt bereit ist.

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