SAN FRANCISCO, 4. Februar 2026, 11:08 (PST)
- Roblox hat ein Beta-AI-Tool gestartet, das interaktive In-Game-Modelle auf Basis von Spracheingaben in natürlicher Sprache erstellt
- Das Unternehmen behauptet, diese Tools sollen die von Nutzern erstellte Plattform für Creator zugänglicher machen
- Roblox deutete außerdem auf frühe „Weltmodell“-Forschung hin, die schließlich Echtzeit-Szenenänderungen ermöglichen könnte
Am Mittwoch stellte Roblox ein KI-gestütztes Feature namens „4D Creation“ vor, das Spracheingaben in natürlicher Sprache in voll funktionsfähige In-Game-Modelle verwandelt. Diese Innovation hebt die Creator-Tools über statische 3D-Objekte hinaus. Reuters
Das Timing ist entscheidend, da Roblox darauf abzielt, die Bandbreite der Creator auf seiner Plattform zu erweitern – nicht nur erfahrene Entwickler, sondern auch Künstler und später sogar Spieler innerhalb von Spielen. Das Unternehmen meldete, das dritte Quartal mit über 150 Millionen durchschnittlichen täglich aktiven Nutzern abgeschlossen zu haben.
Dies geschieht vor dem Hintergrund eines hitzigen Wettlaufs unter Tech-Giganten, generative KI für den Bau interaktiver Welten zu nutzen – über das bloße Erstellen von Bildern oder Text hinaus. Alphabets Google brachte letzte Woche sein eigenes promptbasiertes „Welt“-Modell heraus, während Roblox-Führungskräfte sich offen zu ähnlichen Projekten äußerten.
Roblox’ neues 4D-Creation-Tool, derzeit in der Beta-Phase, baut auf seinem bisherigen KI-Modell auf, das ein einzelnes 3D-Objekt erzeugen konnte, aber nicht in der Lage war, interaktives Verhalten zu generieren. Laut Roblox steht „4D“ für die Hinzufügung von Interaktivität – denken Sie an Türen, die sich öffnen, Räder, die sich drehen, und Physik, die so reagiert, wie Spieler es erwarten.
„Man versucht, all das zusammenzubringen“, sagte Anupam Singh, Senior Vice President of Engineering für Foundation AI und Infrastruktur bei Roblox, gegenüber Reuters. Er beschrieb das Tool als eines, das sowohl Programmierer als auch visuelle Künstler unterstützt. „Unser höchstes Ziel wäre, dass ein Spieler innerhalb eines Spiels erschaffen kann.“
Roblox gab bekannt, dass sein Cube Foundation Model die Technologie antreibt, sodass Creator es in Erlebnissen aktivieren können, in denen Spieler eine Eingabe machen, um funktionale Gegenstände zu generieren – etwa ein fahrbares Auto. Das System basiert auf „Schemas“, also Regelwerken, die Objekte in Teile zerlegen und dann Verhaltensweisen hinzufügen, um sie interaktiv zu machen. Roblox
Ein frühes Experiment ist ein Projekt namens „Wish Master“, entwickelt von einem Entwickler namens Laksh. Er nutzt die Tools, damit Spieler tatsächlich Objekte „herbeiwünschen“ können. „Ich dachte, es wäre großartig, etwas Ähnliches für Spieler im Spiel zu erschaffen“, sagte Laksh und erinnerte sich an frühere Versuche mit dem KI-Assistenten von Roblox Studio.
Laksh verriet, dass Spieler mit frühem Zugang über 160.000 Objekte mit der 4D-Funktion erstellt haben. „Diejenigen, die die 4D-Generierung nutzen, haben ihre Spielzeit in Wish Master im Durchschnitt um 64 % gesteigert“, merkte er an.
Roblox gab bekannt, dass die Beta zunächst mit nur zwei Schemata startet: einem Auto aus fünf Teilen und einem Objekt mit nur einem Mesh. Geplant ist, das System zu einem „offenen Vokabular“ auszubauen, das Tausende von realen Gegenständen abdeckt. Außerdem wurde ein „Retargeting“-Schritt erwähnt, der Skripte an die Dimensionen des generierten Modells anpasst, sodass das Verhalten auch bei veränderten Formen erhalten bleibt.
Roblox treibt außerdem das voran, was das Unternehmen als „Real-Time Dreaming“ bezeichnet – ein Forschungsprojekt rund um KI-„Weltmodelle“. Diese Systeme sollen die Regeln einer Umgebung erfassen, um zukünftige Ereignisse vorherzusagen und zu generieren. In einem virtuellen Briefing zeigte Singh eine vorab aufgezeichnete Demo mit einer Wikinger-Szene, die sich nach Eingabe von Prompts – erst ein Tsunami, dann ein Boot – dynamisch veränderte. Produktdirektor Karun Channa betonte, dass sich die Arbeit noch in einer „Forschungsphase“ befinde und es keinen festen Zeitplan gebe. Theverge
Roblox’ Vorstoß in generative KI ist nicht ohne Risiken: Solche Tools liefern oft unvorhersehbare Ergebnisse, und die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens haben bereits die Aufmerksamkeit von US-Bundesstaaten und internationalen Regulierungsbehörden auf sich gezogen. Hinzu kommt, dass Entwickler und Künstler KI-Tools zunehmend ablehnen, während Tech-Unternehmen mit Urheberrechtsklagen zu kämpfen haben, die sich auf das Training ihrer Modelle beziehen.
Roblox erhöht die Serverkapazitäten, um die wachsende Nutzerbasis zu bewältigen, und investiert laut Reuters massiv in KI-Modelle und Sicherheit. Das Unternehmen setzt auf KI-Entwicklungstools – zunächst für 4D-Objekte und später für die vollständige „Welt“-Generierung –, um seine Entwickler-Community bei der Schaffung des nächsten großen Hits zu unterstützen.