SAN FRANCISCO, 16. August 2026, 18:08 PDT
Apple (NASDAQ:AAPL) möchte bis zu 15 % von US-Entwicklern auf digitale Käufe erheben, die außerhalb des App Stores getätigt werden, wenn Nutzer diese Käufe durch Klicken auf einen Link aus einer iPhone- oder iPad-App starten. Die Gebühr ist derzeit nur ein Gerichtsvorschlag und noch nicht in Kraft.
Der Plan könnte einen Großteil der Marge zurücknehmen, die Entwickler erhielten, als die Gebühren für externe Käufe auf null sanken. Entwickler müssen weiterhin ihre eigenen Web-Zahlungsgebühren tragen. Das bedeutet weniger Spielraum für Preissenkungen oder höhere Auszahlungen an Kreative.
Apple bietet einen Standardsatz von 15 % an. Qualifizierte Partnerprogramme und Abo-Verlängerungen erhalten einen Satz von 10 %. Entwickler im Small Business Program zahlen 5 %.
| Vorgeschlagene US-Kategorie | Gebühr für externen Kauf | Status |
|---|---|---|
| Standard-App-Store-App | 15 % | Dem Bezirksgericht zur Genehmigung vorgelegt |
| Video-Partner-, Nachrichten-Partner- oder Mini-Apps-Partner-App; Abo-Verlängerung | 10 % | Dem Bezirksgericht zur Genehmigung vorgelegt |
| Small Business Program App | 5 % | Dem Bezirksgericht zur Genehmigung vorgelegt |
Das Ninth Circuit Court entschied, dass Apple „notwendige Kosten“ von verlinkten Käufen zurückfordern kann. Apple gab zu, dass diese Kosten, wie vom Gericht definiert, „im Wesentlichen null“ wären. Dennoch drängte es auf eine breitere Vergütung und argumentierte, dass seine Tools, Technologien und Dienste dies verdienten. Apple court filing
Epic Games, Eigentümer von Fortnite, widersprach dem Vorschlag und sagte, die Sätze lägen „weit außerhalb der vom Berufungsgericht gesetzten Grenzen“. Das Unternehmen wird voraussichtlich innerhalb von etwa 60 Tagen eine Antwort mit Expertenbeweisen einreichen. The Verge
Der Streit begann, nachdem eine einstweilige Verfügung 2021 Entwicklern erlaubte, Nutzer von Apples Plattform wegzuleiten. Apple reagierte daraufhin mit Gebühren von bis zu 27 % auf diese externen Transaktionen. Im April 2025 stellte ein Bezirksrichter Apple wegen Missachtung des Gerichts unter Strafe. Die aktuelle Anordnung hindert Apple daran, Gebühren für externe Käufe zu erheben, während das untere Gericht prüft, welches Niveau – falls überhaupt – zulässig sein sollte.
| US-Phase | Maximale Gebühr für externen Kauf | Praktische Umsetzung |
|---|---|---|
| Apples vorherige Umsetzung | 27 % | Bezirksgericht erklärte für nicht konform |
| Aktuelle Regeln | 0 % | Entwickler können ohne Apple-Anteil verlinken |
| Apples neuer Vorschlag | 15 % | Noch vor Gericht, Stellungnahmen ausstehend |
Apples Bedingungen für Brasilien geben eine klare Vorgabe für Gebühren. Die meisten webgebundenen Verkäufe werden mit einer Gebühr von 15 % belegt, während einige qualifizierte Programme einen Satz von 10 % erhalten. Diese entsprechen den beiden US-Stufen, die Apple kürzlich vorgeschlagen hat.
| Verknüpfte Web-Transaktion | Vorgeschlagener US-Satz | Veröffentlichter Brasilien-Satz |
|---|---|---|
| Standard-App | 15 % | 15 % |
| Qualifiziertes Partnerprogramm oder Abonnement nach dem ersten Jahr | 10 % | 10 % |
| Small Business Program App | 5 % | 10 % |
Apple würde bei der vorgeschlagenen Standardgebühr 1,50 $ von einem digitalen Verkauf über 10 $ einbehalten. Beim Kleinunternehmenssatz sinkt das auf 50 Cent. Gebühren für Zahlungsabwickler würden weiterhin anfallen.
| 10 $ Beispielverkauf | Apple-Anteil | Verbleibend vor Zahlungs- und Entwicklungskosten |
|---|---|---|
| Aktueller Kauf außerhalb der USA | 0,00 $ | 10,00 $ |
| Vorgeschlagene 5 %-Stufe | 0,50 $ | 9,50 $ |
| Vorgeschlagene 10 %-Stufe | 1,00 $ | 9,00 $ |
| Vorgeschlagene 15 %-Stufe | 1,50 $ | 8,50 $ |
Apple-Nutzer stehen vor einem weiteren Kompromiss beim Support. Käufe, die außerhalb des App Stores getätigt werden, erscheinen laut Unternehmen nicht im App Store-Kaufverlauf. Abonnementverwaltung, Familienfreigabe, „Kaufanfrage“ und Rückerstattungen über „Problem melden“ funktionieren für diese ebenfalls nicht. Apples Anleitung zu externen Transaktionen
Der Oberste Gerichtshof wird prüfen, ob Apple zu Recht wegen Missachtung verurteilt wurde. Das untere Gericht prüft noch, welche Gebühr – falls überhaupt – unter der einstweiligen Verfügung zulässig ist. Das könnte bedeuten, dass sich die vorgeschlagenen Sätze ändern oder wegfallen.
Risiken: Das Gericht könnte Apples Plan verwerfen, kürzen oder den Zeitplan verschieben. Derzeit können Entwickler die Preise nicht auf Basis des Vorschlags festlegen. Käufer sollten die Rückerstattungs- und Abonnementrichtlinien prüfen, bevor sie die Webzahlung nutzen.