International Consolidated Airlines Group SA steuert auf einen schwierigeren Sommer zu, da sich die Treibstoffknappheit verschärft

April 8, 2026
International Consolidated Airlines Group SA Heads Into Tougher Summer as Fuel Squeeze Deepens

LONDON, 6. April 2026, 19:06 BST

Die International Consolidated Airlines Group SA, Eigentümerin von British Airways, steht im Sommer vor größeren Herausforderungen beim Treibstoff. US-Rohöl für Europa erreichte am Montag Rekordaufschläge und erhöhte damit den Druck auf die Raffinerien, die Kerosin liefern. WTI-Midland-Ladungen für Europa erzielten fast 15 US-Dollar pro Barrel über dem Preis für datiertes Brent, da Käufer aus Asien und Europa nach Alternativen suchten, nachdem die Lieferungen aus dem Nahen Osten gestört wurden. 1

Das kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am 10. März erklärte IAG, dass Ticketpreise vorerst nicht erhöht würden – Verträge hätten einen Großteil des aktuellen Treibstoffbedarfs gesichert. Laut Reuters stiegen die Kerosinpreise im März jedoch deutlich stärker als Rohöl, was den Vorteil dieser Absicherungen schmälert – gerade jetzt, wo sich die europäischen Fluggesellschaften der Juni-bis-September-Periode nähern, die üblicherweise den Großteil ihrer Gewinne bringt. 2

IAG startete mit Schwung in die Saison und verzeichnete im Februar einen Anstieg des operativen Gewinns vor Sondereffekten um 13 % auf 5,02 Milliarden Euro für 2025 – ohne Einmaleffekte. Das lag leicht über den Schätzungen der Analysten. Das Unternehmen kündigte außerdem an, in den nächsten 12 Monaten 1,5 Milliarden Euro an die Aktionäre zurückzugeben und strebt für dieses Jahr ein Kapazitätswachstum von rund 3 % an. In der Gewinnmitteilung wies Finanzchef Nicholas Cadbury auf eine höhere Treibstoffrechnung für 2026 hin: Sie sei trotz inzwischen 62 % abgesichertem Treibstoffbedarf auf etwa 7,4 Milliarden Euro gestiegen, gegenüber 7 Milliarden Euro laut Stand 31. Dezember. 3

Auch die Treibstoffmärkte bleiben nicht verschont. Kerosin und Diesel werden nun aus dem New Yorker Hafen nach Europa verschifft – eine Umkehr der üblichen Richtung, wie Reuters am 2. April berichtete. „Europäische Raffinerien können bei diesen Preisunterschieden und Frachtraten mit US-Spot-Ladungen kein Geld verdienen“, sagte Paola Rodriguez-Masiu, Chef-Ölanalystin bei Rystad Energy. Laut Reuters schätzt J.P. Morgan, dass bei einem 10% höheren Kerosinpreis der operative Gewinn großer europäischer Fluggesellschaften wie IAG um 3 % bis 10 % schrumpfen könnte. 4

Die IAG-Tochter British Airways sieht sich weiterhin mit betrieblichen Störungen konfrontiert. Ein Reise-Update vom 2. April zeigte Stornierungen oder Aussetzungen auf Strecken nach Abu Dhabi, Amman, Bahrain, Doha, Dubai, Tel Aviv und Riad. Laut Reuters bleiben die Verbindungen nach Amman, Bahrain, Dubai und Tel Aviv bis zum 31. Mai ausgesetzt, während Flüge nach Doha bis zum 30. April pausieren. Flüge nach Abu Dhabi sind weiterhin ausgesetzt, ohne dass dieses Jahr eine Wiederaufnahme geplant ist. 5

Einige Wettbewerber reagieren bereits schnell mit Preis- und Kapazitätsanpassungen. Air France-KLM plant, 50 Euro pro Hin- und Rückflug auf Langstreckenflüge aufzuschlagen, um die gestiegenen Treibstoffkosten auszugleichen. Michael O’Leary von Ryanair warnte, dass die Fluggesellschaften im Falle einer Ausweitung des Konflikts bis in den April „ein Risiko für 10 % oder 20 % der Treibstoffversorgung“ bis Juni sehen könnten, was möglicherweise zu Flugkürzungen im Sommer führen würde. Carsten Spohr von Lufthansa erwartet, dass eventuelle Kerosinengpässe wahrscheinlich zuerst außerhalb Europas auftreten würden. 2

IAG zieht sich aus dem Rennen zurück. Das Unternehmen teilte am 2. April mit, dass es kein unverbindliches Angebot für eine Minderheitsbeteiligung an Portugals TAP abgeben werde und sich stattdessen darauf konzentriere, die bestehenden Fluggesellschaften auszubauen. Diese Entscheidung überlässt Air France-KLM und Lufthansa den Wettbewerb um die portugiesische Fluggesellschaft, die wegen ihrer Lissabon-Routen nach Brasilien, Afrika und in die USA begehrt ist. 6

Das Risiko ist nicht schwer zu erkennen. Sollten die Versorgungsengpässe aus dem Nahen Osten anhalten, könnte es für IAG schwierig werden, die Treibstoffkosten im Griff zu behalten, und das Unternehmen müsste möglicherweise die Ticketpreise erhöhen oder Flüge streichen – gerade dann, wenn der Sommeransturm an Fahrt gewinnt. Entspannt sich die Lage jedoch, könnte die bestehende Absicherung des Unternehmens vorerst ausreichen. 1

Bereits im Februar verwies Luis Gallego auf eine robuste Premium- und Geschäftsnachfrage bei British Airways und hob insbesondere starke Buchungen für das erste Quartal hervor. Investoren blicken nun auf den 8. Mai für das nächste wichtige Update, wenn IAG die Zahlen für das erste Quartal veröffentlicht. 3

Stock Market Today

  • Valuing Bendigo & Adelaide Bank (BEN) Share Price Using Dividend Yield and PE Ratio
    April 8, 2026, 5:39 PM EDT. Since the Covid lows, Bendigo & Adelaide Bank Ltd (ASX: BEN) shares traded at $10.46 with earnings per share (EPS) for FY24 at $0.87, translating to a PE ratio of 12x, below the banking sector average of 20x. Using the sector-adjusted price-earnings valuation method, BEN's fair value is estimated at $17.55. Besides the PE ratio, the dividend discount model (DDM), which forecasts future dividends as cash flows, offers an alternative, often more reliable, valuation approach for bank shares due to their stable dividend history. ASX bank stocks, including BEN, Macquarie Group Ltd (ASX: MQG), and Bank of Queensland Limited (ASX: BOQ), remain popular for their steady dividends and franking credits, which provide Australian investors with tax benefits. Investors should consider combining valuation models for a balanced view before investing.