Oracle (ORCL)-Aktie fällt, während OpenAIs 100-Milliarden-Dollar-Finanzierungsrunde und Nvidia-Gewinne bevorstehen

Februar 20, 2026
Oracle (ORCL) stock slides as OpenAI’s $100 billion fundraise and Nvidia earnings loom

New York, 20. Februar 2026, 10:57 Uhr (EST) — Reguläre Sitzung

  • Die Oracle-Aktien fielen im Morgenhandel um etwa 2,7 % und hinkten damit einer breiteren Markterholung hinterher.
  • Nvidia steht kurz davor, einen Anteil von 30 Milliarden US-Dollar an OpenAI zu erwerben, als Teil einer größeren Finanzierungsrunde, die laut einer Quelle die Marke von 100 Milliarden US-Dollar überschreiten wird.
  • Nächste Woche richtet sich alle Aufmerksamkeit auf Nvidia, da Investoren nach Hinweisen auf KI-Budgets und das Tempo des Ausbaus von Rechenzentren suchen.

Die Aktien von Oracle (ORCL) fielen um 2,7 % auf 152,25 US-Dollar um 10:51 Uhr EST am Freitag. Die Aktie schwankte zwischen 151,31 und 157,85 US-Dollar, wobei etwa 6,7 Millionen Aktien den Besitzer wechselten.

Der S&P 500 stieg um 0,44 %, während der Nasdaq Composite nach der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs, die weitreichenden Zölle von Präsident Donald Trump aufzuheben, um 0,62 % zulegte. Investoren ignorierten anhaltende Bedenken hinsichtlich hoher Technologiebewertungen und anhaltende Fragen zu den Renditen großer KI-Investitionen.

„Die Märkte reagieren mit einer größeren Risikobereitschaft für Aktien, weil wir endlich eine Lösung bekommen haben“, sagte Todd Schoenberger, Chief Investment Officer bei CrossCheck Management. (Reuters)

Der Rückgang von Oracle rückte die Rolle des Unternehmens im KI-Ausbauhandel erneut in den Fokus. Hier können die Aktienkurse genauso leicht durch Finanzierungsrunden und Nachfrage wie durch Quartalsergebnisse steigen oder fallen.

Nvidia steht laut einer mit der Situation vertrauten Person kurz vor einem 30-Milliarden-Dollar-Deal zur Investition in OpenAI. Die Finanzierungsrunde könnte dazu führen, dass der ChatGPT-Entwickler mehr als 100 Milliarden US-Dollar einwirbt. Auch SoftBank und Amazon werden laut Quelle voraussichtlich teilnehmen. (Reuters)

Investoren blicken auf Nvidias Quartalszahlen in der nächsten Woche. Der Fokus liegt ganz auf dem Ausblick des Chipherstellers und den Aktivitäten seiner Kunden – Entwicklungen, die Cloud- und Software-Aktien beeinflussen könnten.

„Es ist schwer für Nvidia zu überraschen, wenn jeder erwartet, dass sie überraschen“, sagte Marta Norton, Chief Investment Strategist bei Empower. (Reuters)

Oracle hat seine Finanzierungsziele klar kommuniziert. Bereits am 1. Februar gab das Unternehmen bekannt, dass es 2026 zwischen 45 und 50 Milliarden US-Dollar aufnehmen will, um neue Cloud-Infrastruktur zu finanzieren. Das Unternehmen hob die bereits gesicherte Nachfrage von Oracle Cloud Infrastructure-Kunden wie AMD, Meta, Nvidia, OpenAI, TikTok und xAI hervor.

Oracle plant, etwa die Hälfte seines Ziels durch aktiengebundene und Stammaktienemissionen zu erreichen – dazu gehören Pflichtwandelanleihen sowie ein neues At-the-Market-Aktienverkaufsprogramm, das bis zu 20 Milliarden US-Dollar erreichen könnte. Der Rest der Mittel soll durch vorrangige unbesicherte Anleihen aufgebracht werden. Im Januar verklagten Anleihegläubiger das Unternehmen wegen seiner Schuldenangaben. Im Dezember stiegen laut Bericht die Kosten für die Absicherung von Oracles Schulden gegen Zahlungsausfall. (Reuters)

Oracle skizzierte in einer bei der SEC eingereichten Mitteilung im Zusammenhang mit der Finanzierungsmaßnahme einen Plan, Hinterlegungsscheine anzubieten, die an Tranchen von zwingend wandelbaren Vorzugsaktien gebunden sind – Wertpapiere, die zu einem späteren Zeitpunkt in Stammaktien umgewandelt werden sollen.

Die Einreichung schließt Dividenden und einige Aktienrückkäufe aus, sofern die Vorzugsdividenden nicht aktuell sind, solange die Vorzugsaktien noch bestehen. Bei zwingend wandelbaren Vorzugsaktien verlieren Unternehmen einen Teil ihres unmittelbaren finanziellen Spielraums und verschieben einen Teil der Belastung für die Aktionäre bis zum festgelegten Umwandlungsdatum. (SEC)

ORCL ist zu einer Art Barometer für den KI-Investitionszyklus geworden – es misst das Tempo des Baus von Rechenzentren, verfolgt, woher das Geld kommt, und wartet darauf, echten Cashflow zu sehen. In letzter Zeit liest sich das tägliche Geschehen weniger wie ein Software-Drama und mehr wie ein reines Infrastruktur-Investment.

Dennoch bestehen weiterhin Risiken. Verzögerungen bei der Amortisation des Ausbaus, ein schnelleres Tempo bei Aktienverkäufen als prognostiziert oder anhaltend hohe Kreditkosten – all das könnte Oracle erneut wegen Verwässerung und Verschuldung in den Fokus rücken. Und wenn die Finanzierung der wichtigsten KI-Kunden ins Wanken gerät, werden sich die Nerven so schnell nicht beruhigen.

Alle Blicke richten sich am Mittwoch auf die Zahlen von Nvidia, auch Salesforce und Intuit werden berichten – entscheidende Stimmungschecks für die Anleger hinsichtlich der Auswirkungen von KI und der Investitionsbereitschaft des Sektors. Oracle-Aktionäre sind derweil wachsam bezüglich Neuigkeiten zur Finanzierungsstrategie des Unternehmens, insbesondere zu Details über Tempo oder Preis. (Reuters)